Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Bild vergrößern Bereits seit 1962 bestehen verschiedene Formen der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Ruanda und Deutschland. Nach dem Genozid 1994 war Deutschland eines der ersten Länder, die ihre Kooperation wieder aufnahmen, zunächst mit Nothilfe-Maßnahmen, dann immer stärker im Bereich der technischen und finanziellen Zusammenarbeit.

Die aktuellen Schwerpunktbereiche der Entwicklungszusammenarbeit sind Gesundheit, Dezentralisierung und Gute Regierungsführung sowie "Wirtschaft- und Beschäftigungsförderung. Dabei werden Querschnittsthemen wie Geschlechtergerechtigkeit und HIV/AIDS-Prävention berücksichtigt. Zur Effektivitätssteigerung der Entwicklungszusammenarbeit strebt die Bundesregierung eine enge Abstimmung mit den vor Ort vertretenen bilateralen und multilateralen Gebern an (u.a. Weltbank, Afrikanische Entwicklungsbank, UN-Organisationen, Belgien, Großbritannien, Niederlande, Schweden). Aufgrund der in 2010 zwischen der ruandischen Regierung und den Entwicklungspartnern getroffenen Vereinbarung zur Arbeitsteilung unter den Gebern wird Deutschland sein Engagement im Bereich Gesundheit 2012 beenden und sich verstärkt der Zusammenarbeit im Bereich Beschäftigungsförderung und berufliche Bildung widmen. Seit 2007 gewährt Deutschland Ruanda Budgethilfe und beteiligt sich intensiv am begleitenden Dialog mit der ruandischen Regierung. Deutschland unterstützt alle multilateralen Entschuldungsinitiativen für Ruanda.

Die Grundsätze der Entwicklungspolitik werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) festgelegt. Das BMZ steuert und koordiniert die Arbeit der Durchführungsorganisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Die Schwerpunkte technischer und finanzieller Zusammenarbeit werden u.a. anhand der nationalen Pläne zur Armutsminderung (in Ruanda: Economic Development and Poverty Reduction Strategy, EDPRS) gemeinsam im Rahmen von Regierungsverhandlungen festgelegt, in denen auch die Höhe der zugesagten Mittel beschlossen wird. Bis heute wurden Ruanda insgesamt rund 700 Mio. Euro an bilateraler Hilfe zugesagt. Hierin sind die über multilaterale Geber und die EU zur Verfügung gestellten ODA-Zahlungen Deutschlands an Ruanda noch nicht eingerechnet.

Die letzten Regierungsverhandlungen fanden im November 2011 in Bonn statt. Deutschland hat Ruanda 60 Mio. Euro für eine Zeitraum von 3 Jahren (2011-2013) zugesagt. Davon entfallen 41,5 Mio. Euro auf die Finanzielle und 18,5 Mio. Euro auf die Technische Zusammenarbeit. Für die einzelnen Schwerpunkte der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit wurden wie folgt Mittel bereitgestellt:

·         Dezentralsierung und Gute Regierungsführung: 16,8 Mio. €

·         Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung: 17,5 Mio. €

·         Budgethilfe: 21 Mio. € in Verbindung mit Unterstützung des Öffentlichen Finanzmanagements: 3 Mio. €

Ferner unterstützt Deutschland das regionale Energievorhaben “Übertragungsleitungen in Partnerländern der Region der Großen Seen“ mit 38 Mio. Euro.

Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ GmbH bündelt seit Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen der deutschen technischen Zusammenarbeit: der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, der Experten des Centrums für Migration und Entwicklung (CIM), des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) und von Inwent (Internationale Weiterbildung und Entwicklung GmbH).

Die Durchführung der Finanziellen Zusammenarbeit obliegt der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit Sitz in Frankfurt. Die Bank übernimmt Aufgaben und Funktionen im Rahmen der Wirtschaftspolitik. Sie vergibt seit den sechziger Jahren im Namen und auf Rechnung der deutschen Bundesregierung Kredite und Zuschüsse im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit.

In Ruanda sind darüber hinaus eine Reihe deutscher NGOs aktiv (u.a. die Deutsche Welthungerhilfe, das Deutsche Rote Kreuz). Die deutschen politischen Stiftungen sind in Ruanda nicht direkt vertreten.

Das Bundesland Rheinland-Pfalz unterhält seit 1982 eine enge Partnerschaft mit Ruanda und ist mit einem eigenen Koordinationsbüro in Kigali vertreten.

Darüber hinaus führt die Deutsche Botschaft in Ruanda Kleinstprojekte durch, die Selbsthilfevereinigungen, kirchliche und andere Organisationen mit Zuschüssen unterstützen, die der Deckung von Grundbedürfnissen dienen.

Ferner betreut die Botschaft häufig Reisen von offiziellen entwicklungspolitischen Delegationen, u.a. anlässlich von Besuchen von Bundesministern und Parlamentariern.

AFP-Laboratory Opening

Inauguration of Analytical Fingerprint (AFP) Preparation Laboratory at RNRA/GMD, Kigali

The Rwanda Natural Resources Authority/Geology and Mines Department in Kigali, Rwanda, has inaugurated its new petrographic laboratory for the preparation of Analytical Fingerprint (AFP) samples as well as general geological research. AFP represents an advanced forensic instrument to verify the traceability of minerals along supply chains. The establishment of the laboratory was supported by the Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR) in the framework of a German support program to the International Conference on the Great Lakes Region (ICGLR).

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Landwirtschaftlich genutzte Hügel

Weltwärts - Der Freiwilligendienst des BMZ

Viele junge Menschen haben Interesse an einer ehrenamtlichen Arbeit in Entwicklungsländern. Die Zahl entsprechender Anfragen an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) überstieg in der Vergangenheit bei weitem das Angebot. Das BMZ hat daher den neuen, aus öffentlichen Mitteln geförderten Freiwilligendienst „weltwärts“ ins Leben gerufen.

German Development Cooperation supports EAC Brand Survey

EAC Online Brand Survey 2013

The East African Community (EAC) is carrying out a brand survey to gain a better insght into how it is perceived by the EAC's stakeholders and the community in general.

Support for women cooperatives in Nyagatare District

Support for women cooperatives in Nyagatare District

On 8 August 2013 the Ambassador of the Federal Republic of Germany to Rwanda together with the Acting Mufti of Rwanda, Sheik Ibrahim Kayitare, and the Rwanda Muslim Association AMUR as well as the Executive Secretary of Eastern Province presided in the handing-over ceremony of 15 cows to women cooperatives in Nyagatare District.

Reise des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf nach Ruanda

Centre Psycho-Social Gitarama

Ruanda war das Ziel von zehn Schülerinnen und Schülern des Theodor-Fliedner-Gymnasiums der Evangelischen Kirche im Rheinland (TFG), die gerade ihr Abitur gemacht haben. Zusammen mit Pfarrer Jörg Jerzembeck-Kuhlmann vom AK-Ruanda des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf und Lehrer Alfons Scholten hielt sich die kleine Gruppe vom 16.7. bis 31.7.2013 in Ruanda auf. Zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf und der anglikanischen Diözese Shyogwe in Ruanda besteht seit über 35 Jahren eine lebendige Partnerschaft.